Zentrum für "Müllmenschen" in Cochabamba
Einen bleibenden Eindruck habe ich bei meiner Reise vor zwei Jahren (2007) von Cochabamba mitgenommen. Dort bin ich mit „Müllmenschen“ in Kontakt gekommen. Zwei Steyler Missionsschwestern hatten eben begonnen, mit diesen Menschen das Leben zu teilen. (Bilder „erster Eindruck“).
Einmal habe ich sie bei einem Einsatz begleitet. Im letzten Jahr haben sie mir von der Notwendigkeit eines kleinen Zentrums berichtet. Ich ließ mir Pläne vorlegen. Es handelt sich um einen Bau mit einer Küche und zwei Mehrzweckräumen (für Unterricht, Versammlungen, Gottesdienste usw.). Noch im September 2008 konnte mit dem Bau begonnen werden, im November stand der Rohbau.
Die Einweihung konnte am Mittwoch, dem 29. April gefeiert werden.
Beachten Sie den Unterschied im Erscheinungsbild der Kinder beim ersten Eindruck und bei der Einweihungsfeier! Para-niños ist stolz auf dieses Werk – 90 % der Kosten sind von para-niños beigesteuert worden. Mein nächster Traum ist, eine Medizinstation zu errichten mit Apotheke, Ordination für Allgemeinmedizin und für Dentalmedizin.
Reise 2008
Die zweite Hälfte des Juli bis zur ersten Augustwoche war wieder Reisezeit. Eindrücke und Begegnungen finden sie unter der Rubrik „Bilder meiner Reisen“.
Wiedersehen mit Jenny
Der Höhepunkt meiner Reise war das Wiedersehen mit Jenny nach 10 Monaten. Sie ist glücklich, selbstbewusst und bereit, die ganze Welt zu umarmen. Dr. Christoph Papp hat ihr durch seine chirurgischen Eingriffe mit seinen "goldenen Händen" das Tor in die Zukunft weit geöffnet.
Medizinposten der Barmherzigen Schwestern
Der Erweiterungsbau ist fertig und funktionsfähig. Sowohl Kinder und Erwachsene können sich freier im neuen Warteraum bewegen. Toilettenanlagen entsprechen der Menschenwürde. Vor allem die Dentisten genießen die praktische Einrichtung und die hellen geräumigen Ordinationsräume.
Neues Behindertenheim
Pauli ist einer, der ohne diese Einrichtung wohl nicht mehr leben würde. So lebt er, und wie! Selbstbewusst, froh und begierig zu lernen. Vor allem sein Sprechvermögen hat sich wunderbar entwickelt. Die Sonderschule hilft ihm spürbar. Voriges Jahr hat er freudig immer wiederholt: „Pale, Pale!“ - sollte heißen „Padre, Padre“. Beim Wiedersehen in diesem Jahr hat er mich durch - den Spasmus wohl etwas getrübt - deutlich und verständlich begrüßt: „padre Nicolás – con barba y bigote“ (Pater Klaus - mit Bart und Schnauzer). Er erzählte mir von Bruder und Familie, Gott und Welt.
Nun leben fünf so spezielle Kinder in einem Raum von dreieinhalb mal fünf Metern. Ein Architekt hat mir ein neues Heim entworfen. Ich will und werde es bauen lassen. Ich träume davon, es 2009 einweihen zu dürfen.
Reise 2007
Den Juli verbrachte ich in Bolivien. Begleitet wurde ich diesmal von Andreas Rettenegger aus Mitterberghütten. Ich konnte mich davon überzeugen, dass auf meine Mitarbeiter Verlass ist. Es ist kaum möglich einzelne Eindrücke zu vermitteln. Am besten verfolgen Sie die Reise in der Bildgalerie „Reise 2007“. Viele Impressionen und Bilder finden Sie unter der Rubrik PARA-NIÑOS / bilder-bilder-bilder. Viel Spaß beim Stöbern.
Ein Mädchen Namens Jenny
Sie ist inzwischen 17 Jahre alt. Sie hatte sich im Alter von 18 Monaten mit siedendem Wasser schwer verbrüht. Ihr Gesicht war zerstört. Es fehlte die Nase, die Lippen ... Durch viele chirurgische Eingriffe konnte einiges verbessert werden. Ein Nase wurde geformt. 2006 fragte mich Jenny, die ich schon seit 1999 begleite und unterstütze: „Gibt es irgendwo noch Hilfe?“ Ich fotografiere sie, zeige die Fotos Prof. Dr. Christoph Papp (Barmherzige Brüder Salzburg). Er darauf: „Da kann man viel machen – bring mir das Mädchen. Am 6. Juni 2007 kommt Jenny nach Österreich. Am 6. September fährt sie total verändert wieder nach Hause. Die Hälfte der Zeit verbringt sie im Spital der Barmherzigen Brüder. Drei schwere Eingriffe macht sie durch. Die halbe Zeit verbringt sie in „ihrer Familie“ (Familie Pfister) in Eben.
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Jenny nach der 2. Operation |
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Dentistenstuhl, Wartesaal & Behandlungsräume
Im Medizinposten „Santa María de los angeles“ unterstütze ich eine zahnärztliche Abteilung. Schon 2005 hat mich einer meiner damaligen Begleiter aufmerksam gemacht. So einen Dentistenstuhl gibt es in Österreich nicht einmal mehr im Museum. Jetzt im Oktober war es so weit. Ich habe ein gutes Produkt aus Brasilien gefunden, einrichten lassen und finanziert. Das Gerät ist derart heilig für meine Dentisten, dass sie die Plastikverpackung zum Teil als Schutz belassen haben.
Im Medizinposten der Barmherzigen Schwestern gab es einen kleinen Wartesaal für alle Patienten, Kinder und Erwachsene, für die Allgemeinmedizin und die Dentalstation. Meine Unterstützung ließ die Zahl der jungen Patienten derart anwachsen, dass der Warteraum für alle ein Zumutung wurde. Ich ließ von einem Architekten einen Entwurf für einen Wartesaal und zwei Dentalbehandlungszimmer machen, Kostenvoranschläge erstellen. Ende Oktober konnte dann die Challa („Befeuchtung“) (ähnlich einer Firstfeier) begangen werden. Im Jänner dürfte die Innenausstattung fertig sein.